Kindernähmaschine – Kinder lernen spielend nähen

Kindernähmaschine – Kinder lernen spielend nähenEs gibt doch nichts Schöneres, als mit einem besonderen Kleidungsstück aus der Masse hervorzustechen. Kinder genießen es, etwas Besonderes zu sein, etwas Besonderes anzuziehen. Sei es das Prinzessinnenkleid für einen speziellen Anlass,  das Piratenkostüm zum Karneval, niedliche Täschchen für die Kita oder das schicke Röckchen zu Omas Geburtstag. Und wenn sie dann noch sagen können, sie haben es selber, unter Anleitung von Mama oder Papa, kreiert und genäht, können Kinderaugen strahlender nicht sein.

Inhalt

  1. Kindernähmaschinen – der perfekte Einstieg
  2. Der kleine aber feine Unterschied
  3. Führende Marken unter den Kindernähmaschinen
  4. Merkmale und Ausführungen
  5. Zusammenfassung

Kindernähmaschinen – der perfekte Einstieg

Herkömmliche Nähmaschinen sind für unsere Kinder zu groß, zu schwer, oft viel zu kompliziert zu bedienen und somit ist die kleinere Ausführung der Kindernähmaschine perfekt, um sich an die Kunst des Nähens heranzutasten. Und wie oft wird aus einem lieben Hobby ein Berufswunsch.

Der Kreativität werden keine Grenzen gesteckt. Obendrein werden motorische Fähigkeiten, Geduld und auch ein wenig technisches Verständnis gefördert.

Und da Handarbeiten, wie das Nähen zum Beispiel, keine reine Mädchenbeschäftigung ist, scheut euch nicht, wenn euer Sohn nach einer Nähmaschine fragt. Ihr fördert vielleicht einen neuen Stardesigner.

Aufgrund des geringen Gewichts und den handlichen Abmessungen werden Kindernähmaschinen auch des Öfteren als Reisenähmaschinen oder Anfängermaschinen tituliert. Sie sind schnell aufgestellt und unkompliziert. Und wenn man schnell eine kleine Naht nähen muss: Ab ins Kinderzimmer und schnell vom Nachwuchs ausgeborgen.

Der kleine, aber feine Unterschied in den technischen Ausführungen und Preisen

Im Vergleich haben die Nähmaschinen für unsere Kleinen eines gemeinsam. Sie sind auf Kindergröße und Kinderhände zugeschnitten. Sie weisen alle eine leichte Handhabung auf, benötigen keinerlei Vorkenntnisse. Kompakte Maße und ein geringes Gewicht kommen deinem Kind hier entgegen.

Von der Bauart sind die hier aufgeführten Kindermaschinen alle Freiarm-Nähmaschinen. Das heißt das rundgeschlossene Kleidungsstücke, wie Hosenbeine, Ärmel und auch aufgesetzte Taschen leichter zu nähen sind. Da der untere Nähtisch nicht vorhanden ist, kann das Nähstück sozusagen „aufgestülpt“ werden.

Das im Folgenden erwähnte Rückwärtsnähen wird am Anfang und am Ende einer Naht verwendet, um hier die Fäden besser zu befestigen.

Bunte Farbgebung und niedliche Designs machen sie attraktiv für Kinderaugen und wecken das Interesse der Kleinen.

Unterschiede finden sich hier vor Allem in der jeweiligen technischen Ausführung, wie wählbare Nähprogramme, verschieden einstellbare Geschwindigkeiten oder auch der Stromzufuhr.

Die Anschaffungskosten werden sicher auch ein Kaufkriterium für euch sein. Und hier kann man sagen: Je mehr Funktionen vorhanden sind, umso höher ist auch der Anschaffungspreis. Sicherlich spielt auch der Bekanntheitsgrad des Herstellers eine Rolle. Wir bewegen uns hier in einer Preisspanne von EUR 30,- bis EUR 200,-

Auf jeden Fall ist für jedes Budget was dabei.

Führende Marken unter die Kindernähmaschinen

(Quelle: vergleich.org)

  • Amouhom
  • LDALAX
  • Brother Kullaloo J14 S
  • Janome bitsyBEE
  • Theo Klein
  • Lena 42521

Ausführungen der einzelnen Modelle

Die Maschine von Amouhom  ist für Kinder ab 8 Jahren empfohlen, wird per Netzteil und Fußpedal betrieben. Sie verfügt über ein LED- Nählicht zur besseren Ausleuchtung der Arbeitsstelle und weist einen Fingerschutz auf.

Sie verfügt über eine Knopflochautomatik und auch über die Möglichkeit des Rückwärtsnähens. Hier sind unteranderem auch zwei verschiedene Nähgeschwindigkeiten wählbar.

Als nachteilig empfinde ich einen fehlenden Tragegriff zum besseren Transport.

Mit nur einem Nähprogramm ist die Maschine von Amouhom einfach gehalten und liegt mit einem Gewicht von ca. 1,5 kg im Mittelmaß.

Für die Nähmaschine von LDALAX gibt der Hersteller eine Altersempfehlung ab 7 Jahren heraus. Netzteil- und Fußpedalbetrieb sind auch hier vorhanden, genauso wie der Fingerschutz. Rückwärtsnähen ist mit diesem Modell ebenfalls möglich.

Ein Nählicht ist hier leider nicht vorhanden und auch nach einem Tragegriff sucht man vergebens. Das Gewicht von ca. 1 kg kann sich auch sehen lassen.

Auch LDALAX weist nur ein Nähprogramm auf.

Für die Brother Kullaloo J14 S wird ein Mindestalter von 14 Jahren empfohlen. Der Betrieb ist hier ebenfalls über Netzteil und Fußpedal gegeben. Fingerschutz und Nählicht gehören hier zur Standardausführung. Mit ihrer Knopflochautomatik, dem Rückwärtsnahen und 14 Nähprogrammen kann sie vielfältig eingesetzt werden. Sie kann auch dickere Stoffe verarbeiten und verfügt über ein Zubehörfach, in welchem Nähutensilien verstaut werden können.

Allerdings vermisst man auch hier einen Tragegriff und sie ist mit ihren ca. 5 kg ein Schwergewicht unter den Kindermaschinen.

Die Janome bitsyBEE mit einer Altersempfehlung ab 10 Jahren unterscheidet sich in ihrer Ausführung nicht von der bereits erwähnten Brother Kullaloo. Auch hier zählen Netzteil, Fußpedal, der Fingerschutz, sowie ein Zubehörfach zur Ausstattung.

Ab einem Alter von 8 Jahren wird die Nähmaschine von Theo Klein ausgewiesen. Sie unterscheidet sich in der Ausführung von den anderen Maschinen, da sie wahlweise über Netzteil oder Batterie betrieben werden kann. Der wichtige Fingerschutz ist hier vorhanden und sie verfügt über 2 Nähprogramme.

Ein Nählicht ist leider nicht vorhanden. Rückwärtsnähen ist mit diesem Modell nicht möglich und auch eine Knopflochautomatik fehlt hier. Die Maschine ist mit unter 1 kg ein Leichtgewicht.

Für die Lena 42521 hat der Hersteller eine Altersempfehlung ab 8 Jahren. Sie verfügt über ein Nählicht und ist die einzige Maschine in dieser Aufstellung, die einen Tragegriff vorweisen kann. Mit nur einem Nähprogramm, ohne Knopflochautomatik und Rückwärtsnähen, ist sie sehr übersichtlich gehalten. Betrieben wird sie mit einem Fußpedal. Die Stromversorgung erfolgt hier nur über einen Batteriebetrieb, was bei einem kleinen „Vielnäher“ ein Nachteil sein könnte.

Allerdings fehlt diesem Modell der Fingerschutz und stellt eine Gefahrenquelle für die kleinen Hände dar. Besondere Achtsamkeit ist hier geboten. Mit einer Gewichtsangabe von ca. 400 Gramm stellt sie das Federgewicht in unserer kleinen Übersicht dar.

Zusammenfassung

Was bei allen angeführten Modellen fehlt, ist eine Schutzhaube gegen Verschmutzung, wenn sie mal nicht benutzt wird. Aber das würde sich ja als erstes Projekt anbieten, oder?

Ein fehlendes Nählicht kann man natürlich auch durch eine zusätzliche Schreibtischlampe kompensieren, welche die Arbeitsstelle zusätzlich ausleuchtet, um eine Überanstrengung der Augen zu vermeiden.

Für welche Maschine ihr euch entscheidet hängt natürlich vom Budget, den Bedürfnissen und Anforderungen ab. Vielleicht habt ihr auch die Möglichkeit in einem Stoffgeschäft, in einer Nähstube oder einem Nähmaschinengeschäft vor Ort vorbei zu schauen und euch weiter beraten zu lassen. Aber ich bin sicher, dass für jeden das optimale Modell dabei sein wird.

Und nun viel Spaß beim neuen Hobby!